Maliz ist gebürtige Kölnerin und Wahlberlinerin seit 2005. Berlin hat sie sehr in ihrem Schaffen unterstützt und geprägt; hier lebt sie, hier liebt sie.

  Mit der Fotografie begann Maliz 2004. Zu dieser Zeit entdeckte sie gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten Zamil die Liebe und Leidenschaft zur japanischen Bondage. Diese spezielle Schönheit des kunstvoll gefesselten Menschen faszinierte Maliz gleich zu Beginn und es entstand der große Wunsch, diese Momente festzuhalten. Zunächst fotografierte sie nur und Zamil fesselte; mit der Zeit erlernte sie selber mehr und mehr die Kunst der Seile. Die Verbindung zwischen dem Fesselnden und dem inneren Moment des gefesselten Menschen durch das Seil, das einzufangen war und ist ein großer Teil ihrer kreativen Ambition.

  Doch auch außerhalb der japanischen Bondage ist Maliz fotografisch aktiv. In der Portraitfotografie und Naturfotografie geht sie, unbeeindruckt von Schönheitsidealen und Mainstream-Anforderungen ihre eigene individuelle Sicht auslösend, ihren eigenen Weg. Hier gelingt es ihr immer wieder, tiefe Seelendetails zu beschreiben und auf ihre Art sehr persönlich zu einem Kunstobjekt zu transformieren.

   Ihre Ausdrucksstärke zeigt sich nicht nur in der Fotografie. Ihr Kunstprojekt „ZartWieSeide“ wird auch getragen von ihren Texten, welche die Verletzlichkeit des Menschen, seiner Seele, seines Körpers und seines Geistes offen thematisieren. Hier zeigt sich Maliz‘ eigene Tiefe und die intensive Auseinandersetzung mit den Seelenlandschaften ihres Selbst und ihres Gegenüber.

  Neben Fotografie und Texten war die Performancekunst für Maliz von 2004 bis 2009 zentrales Thema. In dieser konnte sie den dynamischen Wechsel, die Entwicklung und Tempi ihrer eigenen Emotionen und inneren Bilder künstlerisch bearbeiten und weitere Ausdrucksmittel integrativ verweben. Ihr sicherlich bekanntestes Performanceprojekt war ArtSensual, welches sie zusammen mit Zamil im Frühjahr 2004 gründete. Mit ArtSensual gelang es Maliz und Zamil, die einmalige Verbindung von Theater, Musik und japanischer Bondage nochmals zu erweitern und dabei tiefe Emotionen zu transportieren, die Liebe zueinander zu zelebrieren und Bondage auf sinnliche, eindrückliche Weise mit ihren Zuschauern zu teilen. Maliz besetzte den kreativen Part und entwickelte ihre Ideen und Emotionen zur Bühnenreife. Die Performances genießen  internationale Bekanntheit; Europa, USA, Australien und Asien wurden bereist.

   Performances in Begleitung mit Live-Musik durch ein Barock-Orchester, mit Opernsängern, dem Schlagzeuger von „Einstürzende Neubauten“ und mit der schwedischen Band „Ordo Rosarius Equilibrium“ waren zusätzliche Highlights..

   Ab 2008 entwickelte sie Performances, in denen sie selber aktiv fesselt und stand damit u.a. in Berlin und München auf der Bühne. Seit Anfang 2010 konzentriert sich Maliz vor allem auf ihre Fotografie und das Schreiben. Aktuell arbeitet sie an diversen Projekten, auch mit anderen Künstlern.